SOLIDARITÄTSERKLÄRUNGEN

Internationale Organisation für ein Partizipatorische Gesellschaft (IOPS) Austria: Schluss mit prekären Arbeitsverhältnissen

(Mail, 4.9.2012)

Wir, die Gruppe IOPS Austria, unterstützen die Forderungen der Initiative Abfallberatung nach einem Angestelltenverhältnis und einem fairen Lohn für die rund 30 unfreiwillig selbstständigen Abfallberater_innen. Derzeit haben sie keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld, soziale Absicherung im Krankheitsfall, sowie auf das 13. und 14. Monatsgehalt. Solche prekären Arbeitsverhältnisse werden immer häufiger, ob in Unternehmen der Stadt Wien, oder bei privaten Firmen. Der Trend ist eindeutig. Unterstützenswert ist der Kampf der Abfallberater_innen, einerseits weil sie eine wichtige Tätigkeit für die Gesellschaft ausüben, und dies angemessen honoriert werden sollte, anderseits aber auch um ein Zeichen zu setzen, dass solche Arbeitsverhältnisse nicht einfach so hingenommen werden sollten.

KIV/UG - Konsequente Interessenvertretung in der GdG-KMSfB / Unabhängige GewerkschafterInnen im ÖGB: Wertschätzung, Respekt und Gerechtigkeit am Arbeitsplatz darf kein Zufallsprinzip sein.

(Mail, 30.8.2012)

Es ist für die größte Dienstgeberin Österreichs, der Stadt Wien, höchst an der Zeit, allen ihren MitarbeiterInnen legale und besoldungsgerechte Dienstverträge zu geben. Wertschätzung, Respekt und Gerechtigkeit am Arbeitsplatz darf kein Zufallsprinzip sein. (...)
Wir müssen den Dienstgeber Stadt Wien in die Pflicht nehmen – auch auf der Grundlage des Regierungsübereinkommens der Wiener Stadtregierung. Die bekannt gewordenen Umstände Eurer Beschäftigung verweisen auf zwei Aspekte der prekären und atypischen Beschäftigung: Es sind so genannte Umgehungsverträge, denn wieder einmal werden Werkverträge und Gewerbeschein dazu benützt, die fixe Beschäftigung direkt bei der Stadt Wien als Vertragsbedienstete zu umgehen. (...) Es sind so genannte Kettenverträge, weil wieder einmal immer nur befristete Beschäftigungsverträge vergeben werden. Nach österreichischen und auch insbesondere nach EU-Recht sind befristete Arbeitsverhältnisse nur unter eingeschränkten sachlich begründbaren Umständen möglich. (...) Außerdem wird durch die Beschäftigung mit immer wieder befristeten Werkverträgen den Betroffenen eine richtige Bezahlung für ihre Erwerbsarbeit vorenthalten.
So kann es nur die gewerkschaftliche Forderung geben, dass alle betroffenen AbfallberaterInnen unbefristete Dienstverhältnisse bei der Stadt Wien erhalten, mit einer richtigen Einreihung in das Gehaltsschema (das heißt: unter Berücksichtigung der Ausbildung sowie der verantwortungvollen Aufgaben und Tätigkeit, unter Berücksichtigung der Vordienstzeiten seit der ersten Beschäftigung bei der Stadt Wien und unter Berücksichtigung fairer Arbeitsbedingungen). (...) Wir hoffen, dass Euer Engagement zum verdienten Erfolg führt! Weiterlesen...



Unabhängigen GewerkschafterInnen im ÖGB (Österreichischer Gewerkschaftsbund): ... endlich Verantwortung für ihre Beschäftigten zu übernehmen und das „Abtauchen“ zu beenden.

(Mail, 29.8.2012)

Wenn Beschäftigte dafür kämpfen, dass sie reguläre Arbeitsverträge für reguläre Arbeit bekommen und sie dafür mit negativen Konsequenzen bedacht werden, leben wir nicht im 19. Jahrhundert, sondern im rot-grün regierten Wien des Jahres 2012. Wenn Beschäftigte der für sie zuständigen Stadträtin eine Petition überreichen wollen, diese sich allerdings zu schade dafür ist, sie zu empfangen und stattdessen für Tage, Wochen, Monate unerreichbar ist und sich weigert zum geradezu unglaublichem Begehr auf faire Entlohnung, faire Arbeitsverhältnisse und entsprechende sozial- und arbeitsrechtliche Absicherung Stellung zu nehmen – dann leben wir nicht in vorrevolutionären feudalen Zeiten, sondern im „anderen“ Wien des Jahres 2012.
(...) Wir solidarisieren uns mit eurem Einsatz für soziale Absicherung, faire Dienstverhältnisse, faire Entlohnung. (...) Es gilt das Selbstverständliche herzustellen – nämlich rechtskonforme Arbeits- und
Einkommensbedingungen und Jobs von denen frau/man leben kann! Es gilt das Selbstverständliche wieder zu ermöglichen – dass die AbfallberaterInnen wieder zu ihrer Arbeit zurückkehren dürfen – ohne weitere Sanktionen befürchten zu müssen. Und das umgehend. Weiterlesen...



AUGE/UG – Alternative und Grüne GewerkschafterInnen / Unabhängige GewerkschafterInnen in AK und GPA-djp: ...  rot-grün regiert, ein Wien, das vorgibt, Gegenentwurf zu sozialer Kälte und Neoliberalismus.

(Mail, 29.8.2012)

Die Praxis der Stadt Wien: Wer aufbegehrt und das Selbstverständliche einfordert – nämlich ein reguläres Arbeitsverhältnis, sozial- und arbeitsrechtlich abgesichert – verliert Aufträge, Jobs und Einkommen. Wer sich organisiert, wird sanktioniert. Mitten in Wien. In einer Stadt, stolz auf ihre sozialdemokratische Tradition, auf ihre sozialpolitische Vorbildwirkung. Mitten in Wien, rot-grün regiert, ein Wien, das vorgibt, Gegenentwurf zu sozialer Kälte und Neoliberalismus zu sein. Etwas, was sich anscheinend nicht bis in die MA 48 herumgesprochen hat ...
Wir Alternative, Grüne und Unabhängige GewerkschafterInnen solidarisieren uns natürlich mit dem Kampf der AbfallberaterInnen für faire Dienstverhältnisse, soziale Absicherung und faire Entlohnung. Wir empfinden es geradezu als Schande, dass derartige Forderungen nicht gegenüber irgendeinem „kapitalistischen Ausbeuterbetrieb“ ausgesprochen werden müssen, sondern gegenüber der Gemeinde Wien!
Die AUGE/UG fordert die Verantwortlichen der Gemeinde Wien und MA 48 auf, endlich im Sinne des rot-grünen Regierungsübereinkommens aktiv zu werden – nämlich in einen „solidarischen, demokratischen und konstruktiven Dialog“ mit den Betroffenen einzutreten und alle „arbeits- und sozialrechtlichen Vorschriften und Standards“ strikt einzuhalten. (...) Weiterlesen...


ver.di-Fachbereichsvorstand BSR (Berliner Stadtreinigung): Solidarität für die Abfallberaterinnen und Abfallberater der Stadt Wien 

(Mail, 13.8.2012)

Liebe Kolleginnen und Kollegen, 

wir erklären uns mit euch solidarisch. Wir sind empört darüber, auf welcher Vertragsgrundlage Ihr bisher als Abfallberater/innen bei der Stadt Wien  MA 48 beschäftigt wurdet bzw. werdet. Der ver.di-Fachbereichsvorstand der BSR  ist der Auffassung, dass nur ein normales Arbeitsverhältnis mit der Stadt Wien in Frage kommt. Auch eine Befristung ist unfair und würdigt auf keinen Fall Euren Einsatz der letzten Jahre.
Wenn die Stadt Wien ihre Abfallberatung durch eigene Mitarbeiter gestalten will, sollen Sie Euch einstellen, mit fairen Festverträgen, einer fairen Bezahlung und einem geregelten Urlaubsanspruch. Auch hat die Stadt Wien eine Fürsorgepflicht und darf aus unserer Sicht nicht mit Umgehungsarbeitsverhältnissen oder Knebelverträgen normale Dienstverträge umgehen. Mehrfache Befristungen unterschiedlicher Vertragsformen entsprechen nicht der besonderen Verpflichtung öffentlicher Unternehmen.
Der Bedarf der Abfallberatung ist unbestritten und eine Integration von Euch allen in den Betrieb MA 48 Stadt Wien wäre aus unserer Sicht sinnvoll. Feste Mitarbeiter/innen haben eine besondere Identifikation mit ihrem Unternehmen und repräsentieren es in der Öffentlichkeit. Weiterlesen...


Roswitha Gmeiner:  ... hoffe sehr, dass der momentane Zustand letztlich ein kurzes, bedauerliches Intermezzo war

(Mail an MA48, 4.8.2012)

Sehr geehrte Damen und Herren,
vorweg einmal Danke für die gute und wichtige, sicher oft nicht einfache Arbeit der MA48! Was ich in den letzten Tagen allerdings über aktuelle Einsparungen und jahrelange Missachtung von Arbeitnehmerrechten gelesen habe, macht mich sprachlos. Das ist doch ein absolut inakzeptabler Zustand. Eine Schande im öffentlichen Dienst der Stadt Wien.

Wenn die MA48 in den Medien damit zitiert wird, dass die Stellen der Abfallberatung intern besetzt werden sollen, dann ist dies doch offenbar genau das, was die AbfallberaterInnen ohnehin für sich fordern - nämlich Anstellungen für diese Tätigkeit, die sie seit langem machen. Warum werden die AbfallberaterInnen dann um ihren Job gebracht? Weil sie ihre Rechte einfordern? Arbeitsrechte, die die MA 48 anderen (?) nun ohnehin geben will bzw. muss? Ich verstehe diese Logik nicht.

Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass ich stets gute und freundliche Erfahrungen im Kontakt mit AbfallberaterInnen gemacht habe - wiederholt am Mülltelefon ebenso wie beim Müllfest, und auch beim Kasperltheater im Kindergarten meiner Tochter. Zugegebenermaßen war mir bis vor kurzem gar nicht bewusst war, dass es sich hier offenbar stets um das Team der AbfallberaterInnen gehandelt hat. Die Medienberichte der letzten Wochen haben hierzu gute Aufklärungsarbeit geleistet, und ich war durchaus beeindruckt von den breiten Tätigkeitsfeldern, in die die MA48 investiert, um Abfallvermeidung und Mülltrennung in der Wiener Bevölkerung zu propagieren. Ich halte dies für immens wichtig. Hier zu sparen - sei es durch ein skandalöses Umgehen von Sozialabgaben, sei es durch Personalkürzungen - ist zweifellos der falsche bzw. sogar rechtswidrige Weg.

In diesem Sinne hoffe ich sehr, dass der momentane Zustand letztlich ein kurzes, bedauerliches Intermezzo war und es bald zu einer guten Lösung für Ihre MitarbeiterInnen kommt!
Mit der Bitte um Antwort und freundlichen Grüßen,
Roswitha Gmeiner



Ulrike Ramharter: Ihr seid im RECHT!

(facebook, 3.8.2012)
Ihr Lieben: ich bewundere Euren Mut, Euer Engagement und Eure Überzeugung, für die Ihr zu kämpfen bereit seid. Lasst nicht locker. Ihr seid im RECHT! Lieben Gruss, Eure Ex-Kollegin



Elisabeth K.: Skandalöse Arbeitsbedingungen bei der MA48

(Mail an Ulli Sima, 30.7.2012)

Sehr geehrte Frau Sima,
Wien präsentiert sich gern als „Umweltmusterstadt“. Und als Stadt, die - seit fast 100 Jahren von der Sozialdemokratie regiert - gut verwaltet wird und in der sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit der Vorzug gegeben wird gegenüber einer Wirtschaft, für die außer dem Profit nichts zählt, nicht die Menschen, nicht die Umwelt.Wie passt das zusammen mit der Tatsache, dass Menschen für die MA48 auf Basis von Umgehungsverträgen, also in Scheinselbständigkeit arbeiten?

Ich arbeite als Stadtführerin und musste schon oft Hinweisschilder auf den nächsten Mistplatz übersetzen, bzw. erklären, was es mit den Aufschriften auf den Mistkübeln auf sich hat, was dann meist mit anerkennendem Staunen quittiert wurde. Hätten die Leute gewusst, unter welchen Umständen die Menschen arbeiten, die dafür verantwortlich sind, wären sie wohl ebenso empört gewesen wie ich, als ich von den Arbeitsbedingungen der AbfallberaterInnen bei der MA48 erfuhr. Es ist einfach unanständig, sich als „saubere Stadt“ zu verkaufen und die Leute, die die Arbeit dafür machen, nicht entsprechend zu bezahlen und in eine existenzbedrohende Situation zu bringen.

Ich schließe mich daher den Forderungen der Initiative Abfallberatung nach sozialer Absicherung, fairen Dienstverhältnissen und fairer Entlohnung an.

In der Presse vom 17.7.2012 lese ich „… – denn laut Ulrike Volk, Sprecherin der für Abfallwirtschaft zuständigen MA 48 werde die MA 48 in Zukunft vermehrt ihre eigenen Mitarbeiter für die Abfallberatung einsetzen.“ Und was sind die Menschen, die jahrelang unter prekären Bedingungen ihr Wissen und ihre Kreativität in den Dienst der MA48 gestellt haben? Auf einem Logo der Initiative Abfallberatung heisst es: “Wir sind keine 48er Wegwerfartikel“

Frau Sima, Sie haben den AbfallberaterInnen gratuliert, wenn sie Auszeichnungen erhielten, reden Sie auch jetzt mit ihnen! Dass die Menschen, die für die Stadt Wien arbeiten, das im Rahmen von zumindest rechtskonformen Dienstverhältnissen tun, sollte wohl im Interesse der gesamten Stadtregierung sein. Als Stadträtin für Umwelt liegt es nun in Ihrer Hand solche Arbeitsbedingungen bei der MA48 zu schaffen.

Ich verbleibe mit dem Wunsch über Ihre diesbezüglichen Schritte informiert zu werden
mit besten Grüßen

Elisabeth K.

Georg Prack (Landessprecher der Grünen Wien): Solidarität mit den Wiener AbfallberaterInnen

(Blogeintrag, 30.7.2012)

Die Wiener AbfallberaterInnen kämpfen heute im Rahmen eines Aktionstages für soziale Absicherung, rechtskonforme Dienstverhältnisse und faire Entlohnung. Ich unterstütze ihre Anliegen als Grüner Landessprecher. Die zuständige Umweltstadträtin Sima und die Leitung der MA48 müssen umgehend in Gespräche mit VertreterInnen der „Initiative Abfallberatung“ und der Gewerkschaft eintreten.

Die Beendigung des vertragslosen Zustands, der für die meisten der 30 Wiener AbfallberaterInnen mit 31. Juli 2012 eintritt und bedeutet, dass diese ohne Job und Einkommen dastehen, muss am Anfang dieser Gespräche stehen. Die hochwertige Qualität der Abfallberatung in Wien muss im vollen Umfang gewährleistet bleiben.

Die Stadtregierung ist dafür verantwortlich rechtskonforme Dienstverhältnisse mit den AbfallberaterInnen herzustellen. Die Stadt Wien muss ihrer Vorbildwirkung als Arbeitgeberin nachkommen. Faire Entlohnung, rechtskonforme Dienstverhältnisse und soziale Absicherung sind sicherzustellen. Wien muss zeigen, dass die Stadt auch im Hinblick auf die zunehmende Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen einen anderen Weg vertritt.




Kulturrat Österreich: Sozial- und Arbeitsrechte dürfen nicht mit Füßen getreten werden!

(Mail, 30.7.2012)

Liebe AbfallberaterInnen,
prekäre Arbeitsverhältnisse sind auch im Kunst-, Kultur- und Medienbereich bekannte Alltagsrealität. Die Umgehung von Dienstverhältnissen ist ebenfalls ein wohlbekanntes Problem, und gerade für sogenannte EPUs (Ein-Personen-Unternehmen) ist es besonders schwierig sich zu organisieren, um kollektiv Rechte durchzusetzen. Umso beachtlicher ist der Arbeitskampf der Wiener AbfallberaterInnen. Der Kulturrat Österreich erklärt sich solidarisch mit den Scheinselbständigen der MA 48 und unterstützt die Forderungen der Initiative Abfallberatung nach sozialer Absicherung, legalen Dienstverhältnissen und fairer Entlohnung vollinhaltlich – bei der Stadt Wien und überall. Sozial- und Arbeitsrechte dürfen nicht mit Füßen getreten werden! Dies hat für die Stadt Wien als Dienstgeberin ebenso zu gelten wir für alle anderen auch. Wir wünschen der Initiative Abfallberatung viel Erfolg – in ihrem Interesse und im Interesse aller!

Kulturrat Österreich
Zusammenschluss der Interessenvertretungen von Kunst-, Kultur- und Medienschaffenden



Sozialistische LinksPartei (SLP): Die soziale Situation der AbfallberaterInnen macht wütend.

(Webeintrag, 30.7.2012)

Gemeinsam die AbfallberaterInnen unterstützen!
Ihre Initiative geht uns alle an!
Die soziale Situation der AbfallberaterInnen macht wütend. Es ist schon ein sozialpolitischer Skandal, wie die KollegInnen von der Gemeinde Wien über Jahre mit prekären Beschäftigungsverhältnissen beschäftigt werden. Es macht aber noch wütender, wenn man sieht, wie das Engagement der KollegInnen für die Verbesserung ihrer Arbeitsverhältnisse mit Ignoranz und Repression bedacht wird. Die Weigerung der Stadträtin Ulli Sima, die Unterschriften entgegenzunehmen, ja, die Weigerung der gesamten Wiener Stadtregierung, sich mit den Anliegen der AbfallberaterInnen auseinanderzusetzen ist eine weitere Bankrotterklärung dieser Stadtregierung, von der sich so viele eine andere, eine soziale und kämpferische Politik erwartet hatten. Die „Arroganz der Macht“ der rotgrünen Stadtregierung gibt es in vielen Bereichen. Unzählige Teile der Stadt Wien (etwa im Riesenbereich des WienerWohnens) gliedern aus, gründen Tochterfirmen, in denen KollgeInnen zu ungeheuerlichen Beschäftigungsverhältnissen arbeiten müssen. Daher hoffen wir von der SLP, dass das Beispiel der „Initiative Abfallberatung“ Schule macht, und möglichst viele KollegInnen ähnliche Initiativen gründen. Die volle sozialrechtliche Gleichstellung der AbfallberaterInnen mit allen KollegInnen der MA-48 wären ein erstes Gebot der Stunde!
Die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten und der ÖGB hätten die ureigenste Aufgabe, die KollegInnen in ihrem Engagement für faire Arbeitsverhältnisse zu unterstützen. Dazu wäre ein Kurswechsel hin zu einer kämpferischen und demokratischen Gewerkschaftspolitik nötig!
Die SLP hat die AbfallberaterInnen am Aktionstag und bei der Unterschriftenübergabe unterstützt - Wir werden auch weiterhin nach Kräften euren Arbeitskampf unterstützen!



Azra Merdzan: Ich hoffe ihr schafft's!

(Mail, 30.7.2012)

Meine volle Unterstützung und Solidarität für die Wiener AbfallberaterInnen! Ich hoffe ihr schafft's!
Alles Gute und viel Glück!

Azra Merdzan
Interface Wien GmbH (gemeinnützige GmbH)


PrekärCafé: Solidarität mit den scheinselbständigen Held*innen der Abfallberatung

(Mail, 29.7.2012)

Die freien ORF-Mitarbeiter*innen tun es, die Kindergartenpädagog*innen tun es (jetzt wieder!) und nun auch die Abfallberater*innen der Stadt Wien: Sie stehen auf und organisieren sich, um ihren prekären Arbeitsverhältnissen den Kampf anzusagen. Schon seit längerem gärt es bei den Wiener Abfallberater*innen: Als Scheinselbständige arbeiten sie seit vielen Jahren mit Gewerbeschein, obwohl sie in die Dienstgeber*innenstruktur integriert, weisungsgebunden und zu vorgegebenen Dienstzeiten tätig sind. Ein klassischer Fall von Umgehungsverträgen wie Gewerkschafter*innen bestätigen. Momentane Umstrukturierungen sollen ihre Arbeitssituation weiter verschlechtern und so einigen ihren Job kosten. Die Verantwortlichen betreiben eine Vogel-Strauß-Politik. Weiterlesen ...



Personalrat der Stadtreinigung Hamburg: ... nicht mit
Umgehungsbeschäftigungsverhältnissen und oder auch Knebelverträgen normale Dienstverträge umgehen.

(Mail, 27.7.2012)

Liebe Kolleginnen und Kollegen, nach Informationen über Eure Situation durch Verdi-Hamburg, möchten wir hiermit unsere Solidarität mit den Betroffenen zum Ausdruck bringen. Wir sind empört darüber, auf welcher Vertragsgrundlage Ihr bisher als Abfallberater bei der Stadt Wien MA 48 beschäftigt wurdet/ werdet. Nach Diskussion in unserem 15-köpfigen Gremium sind wir der Auffassung, dass nur ein normales Beschäftigungsverhältnis mit der Stadt Wien in Frage kommt. Auch eine Befristung ist unfair und würdigt auf keinen Fall Euren Einsatz der letzten Jahre. Weiterlesen ... (Solidaritäts-Erklärung im Volltext)

Wir hoffen, dass Euch aus der mittelbaren Umgebung viele Menschen und Gewerkschaftsmitglieder auch durch körperliche Präsenz unterstützen.

Alles Gute und viel Erfolg!
Der Personalrat Stadtreinigung Hamburg


VABÖ (Verband Abfallberatung Österreich):
Da [es] ... derzeit wenig bis keine Gesprächsbasis zwischen Stadt und freiberuflichen AbfallberaterInnen gibt, regen wir an, eineN eingetragenen MediatorIn ... zu engagieren

(Mail an Ulli Sima, 27.7.2012)

Sehr geehrte Frau Stadträtin!

Mit Bedauern haben wir vernommen, dass es derzeit im Zuge der Neuorganisation der Wiener Abfallberatung zu gravierenden Meinungsunterschieden zwischen der Stadt (MA48) und den bislang über Werkvertrag beschäftigten AbfallberaterInnen gekommen ist. Der VABÖ begrüßt selbstverständlich das Bestreben der Stadt, die vor langer Zeit gewachsene Struktur der Wiener Abfallberatung den heutigen Erfordernissen anzupassen und insbesondere die für alle Seiten unbefriedigende Situation der arbeitsrechtlich problematischen Werkverträge zu bereinigen.

Dem VABÖ ist eine hohe Qualität und Professionalität der Abfallberatung ein besonders wichtiges Anliegen, (...). Wir möchten daher die Stadt Wien ermutigen, in diesen Bereich stärker als bisher zu investieren und eine mit anderen österreichischen Städten vergleichbare Qualität und Quantität von Abfallberatung zu schaffen. Sparzwänge sind uns bewußt, wir sind aber überzeugt, dass durch offensive gute Abfallberatung mehr als bisher „End-of-pipe“-Kosten gespart werden könnten.

Da wir aus Gesprächen den Eindruck gewonnen haben, dass es derzeit wenig bis keine Gesprächsbasis zwischen Stadt und freiberuflichen AbfallberaterInnen gibt, regen wir an, eineN eingetragenen MediatorIn aus der Liste des BMfJ für die Begleitung einer für alle Seiten positiven Konfliktbereinigung zu engagieren, denn aus unserer Sicht ist die derzeitige Form der Konfliktaustragung langfristig schädlich vor allem für die Sache, aber auch für alle Beteiligten. Weiterlesen... (Offener Brief im Volltext)

Mit feundlichen Grüßen,
Die Vorsitzende: Dr.in Brigitte Fischer – Ogrisegg
i.V.: Matthias Neitsch, VABÖ-Geschäftsführer


work@flex - Interessengemeinschaft in der Gewerkschaft der Privatangestellten - Druck Journalismus Papier: höchste Zeit für
faire und abgesicherte Arbeitsbedingungen

(Mail, 27.7.2012)

die work@flex der gpa-djp solidarisiert sich mit den KollegInnen der Initiative Abfallberatung und unterstützt sie in ihrem Kampf um faire Arbeitsbedingugen. Jahrelang waren diese KollegInnen in
Umgehungsverträgen, also in Scheinselbständigkeit und es ist höchst an der Zeit, dass die Gemeinde Wien mit  diesen ArbeitnehmerInnen faire und abgesicherte Arbeitsbedingungen abschließt.

liebe grüße
andrea schober
(work@flex in der GPD-djp)


Zuzana Brejcha: Ich wünschte, alle Prekären würden an einem Strang ziehen

(Mail, 27.7.2012)

Hallo,
als Filmemacherin/Künstlerin arbeite ich praktisch nur in prekären Arbeitsverhältnissen, jedenfalls seit Schwarz/Blau die Neuen Selbstständigen eingeführt hat und praktisch kaum noch angestellt wird (war früher üblich, wäre gesetzeskonform). Im künstlerischen Bereich arbeiten sehr viele prekär, siehe Studie des BMUKK. Daher habt ihr meine Solidarität! Denn ich weiß wie es ist, nicht zu wissen, wie es weiter gehen wird, und die Rechnungen beginnen sich zu türmen.
Ich wünschte, alle Prekären würden an einem Strang ziehen, dann könnte man - die Politik, die Arbeitgeber - mit uns nicht so umspringen.

Mit solidarischen Grüßen
Zuzana Brejcha


AKTIVE ARBEITSLOSE:
Menschen- und ArbeitnehmerInnenrechte sind unteilbar!

(Mail, 26.7.2012)

Der Verein AKTIVE ARBEITSLOSE solidarisiert sich mit den von Prekarisierung und sanfter Repression betroffenen AbfallberaterInnen. Es ist völlig inakzeptabel dass die Gemeinde Wien im eigenen Wirkungsbereich Menschen in prekäre Arbeitsverhältnisse wie die Scheinselbständigkeit bei den AbfallberaterInnen drängt und auf diese Menschen Druck ausübt, wenn sie um ihre eigenen ArbeitnehmerInnen- und Menschenrechte kämpfen.
Mit großer Entschiedenheit lehnen wir es ab, dass durch die steigende Zahl prekarisierter Arbeitsverhältnisse bei der Gemeinde Wien die ArbeitnehmerInnenrechte massiv abgebaut werden.

Die AbfallberaterInnen leisten gesellschaftlich sehr wertvolle Arbeit die weiter ausgebaut gehört, um endlich wirksame Schritte in Richtung einer sozial- und ökologisch nachhaltigen Wirtschaft ohne den zerstörerischen, kapitalistischen Wachstumszwang zu setzen.
Wir fordern daher unbefristete Arbeitsverträge für alle AbfallberaterInnen sowie alle anderen im Dienste der Gemeinde Wien arbeitenden Menschen, die in den vergangenen Jahren mit prekarisierten Arbeitsverhältnissen abgespeist wurden.
Menschen- und ArbeitnehmerInnenrechte sind unteilbar!

Mit solidarischen Grüssen
Mag. Ing. Martin Mair



Die BetriebsrätInnen des FSW (Fonds Soziales Wien) und der FSW-Unternehmen: Die AbfallberaterInnen der MA 48 brauchen Unterstützung!

(Webeintrag, 26.7.2012)

Seit mehr als 10 Jahren arbeiten rund 30 AbfallberaterInnen auf Werkvertragsbasis als Selbstständige für die MA 48. Sie müssen selbst ihre Kranken- und Pensionsversicherung und alle Steuern zahlen, sie sind nicht arbeitslosenversichert, bekommen kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld, haben kein Einkommen wenn sie krank sind,... Sie fordern korrekte und faire Beschäftigungsverhältnisse und bitten um Unterstützung in ihrem Kampf unter www.facebook.com/AbfallberatungWien oder unterzeichnen Sie die Online-Petition an die Umweltstadträtin Ulli Sima unter "Die Initiative für faire und rechtskonforme Arbeitsbedingungen bei der MA 48" auf petitiononline.at.

http://www.br-fsw.at



Miriam Henisch:
unbedingt unterstützenswert

(facebook, 25.7.2012) Gefällt mir natürlich nicht, ist allerdings unbedingt unterstützenswert!!! Kurz Zeit nehmen, lesen, unterschreiben.


Onatt Biju Augustian: Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren!




(Mail, 24.7.2012) Meine volle Unterstützung! Onatt biju

Werner Joksch: Wichtige Arbeit

(Mail, 21.7.2012)

Liebe Abfallbeauftragte,

ich finde Eure tägliche Arbeit sehr wichtig. Ihr seid nicht nur das Sprachrohr zur restlichen Wiener Bevölkerung sondern setzt euch auch mit viel Energie für die (eigentlich selbstverständliche) Mülltrennung ein. Die Bewusstseinserweiterung bei den Mitmenschen ist ein langsamer und kontinuierlicher Prozess, ich hoffe ihr schafft`s.
Alles Gute und Viel Glück.
Ing. Werner Joksch


Feliks Bister: Menschenrecht

(Mail, 20.7.2012)

Sehr geehrte Damen und Herren,
über meine Tochter in Berlin habe ich heute die Info über Ihre prekäre Lage erhalten. Ich erkläre mich aus Überzeugung und im Interesse der Allgemeinheit mit Ihnen solidarisch und bin überrascht, dass Frau Sima die Notwendigkeit und Wichtigkeit Ihrer Tätigkeit nicht erkennt. Ausserdem handelt es sich auch um Ihr Menschenrecht auf (Weiter)Arbeit, deren Nützlichkeit Sie bis jetzt schon exemplarisch bewiesen haben. Ich wünsche daher Ihnen und uns allen, dass die Politik unserer Stadt nicht blind und taub bleibt.
Mit freundlichen Grüssen  -  Dr. Feliks J. Bister


Anton Kubalek: Mit solidarischen Grüßen aus dem Pinzgau.

(facebook, 20.7.2012)


Alfred Gerstbauer: Kämpft weiter!

(Mail, 19.7.2012)

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
setzt Euren "Kampf" konsequent fort! Es ist eigentlich beschämend, wie Ihr für Euren bisherigen Einsatz für die Allgemeinheit "abgeschasselt" werdet. Ich habe die Petition unterschrieben und wünsche Euch, dass Ihr für Eure oft knochenharte Arbeit belohnt werdet. Ich wünsche Euch alles Gute und vor allem Erfolg bei Eurem Vorhaben.

Kämpft weiter! Mit lieben Grüßen,

Alfred Gerstbauer
Magistrat der Stadt Krems an der Donau
Abfallwirtschaft


Gabriela Harmtodt: Unsere Solidarität habt ihr

(facebook, 18.7.2012) Unsere Solidarität habt ihr. Bitte solidarisiert euch auch mit uns und unterstützt unsere 10 Punkte Petition für bessere Bedingungen von Neuen Selbstständigen und EPU online!


Sr. Hedwig Holzer: In einer Stadt mit Rot-Grüner Regierung müßte ...

(Mail, 16.7.2012)

Ich begrüße Euren Einsatz für die Erhaltung der Arbeitsplätze in dem Bereich Abfallberatung. Wenn ich sehe wie in der Stadt Wien mit Abfall umgegangen wird, sehe ich die Aufgabe  der Abfallberatung auch weiterhin wichtig und wertvoll. In einer Stadt mit Rot-Grüner Regierung müßte der Umgang mit Abfall m.E. eine wichtige Aufgabe sein.

Sr. Hedwig Holzer
Missionsschwestern vom Hl. Erlöser



KIV - Namenslistenverbund Konsequente Interessenvertretung: unsere volle Solidarität und Unterstützung!

(facebook, 14.7.2012) Wir sprechen unsere volle Solidarität und Unterstützung für Eure Initiative Abfallberatung Wien für faire und rechtskonforme Dienstverhältnisse in der MA 48 aus! Wir bleiben lieber MIT EUCH stehen, denn wir wollen nicht, dass Ihr zum 48er Wegwerfartikel werdet! Macht weiter so!

Ursula Schwarz: Ich wünsch Euch Erfolge!

(facebook, 14.7.2012)


Angelika Totschnig: Ich ... bin schockiert wie in der "Umweltmusterstadt"

(Mail, 13.7.2012)

Gerade jetzt, wo es bei der Mülltrennung in Wien m.E. im Vergleich zu den 90ern deuliche Rückschritte gibt, ist eure Aufklärungsarbeit wichtiger denn je. Ich unterstütze eure Initiative voll und ganz und bin schockiert wie in der "Umweltmusterstadt" Wien doch oft Schein und Sein auseinander liegen. A. Totschnig

 

Elke Sumper: Meine Solidarität für die Wiener AbfallberaterInnen

(Mail, 13.7.2012)

Guten Tag,

hiermit bekunde ich meine Solidarität für die Wiener AbfallberaterInnen und hoffe, dass die 30 MitarbeiterInnen weiterhin beratend tätig sein können, angemessen bezahlt und faire Dienstverhältnisse geschaffen werden!!!

Ich arbeite in einem wissenschaftlichen Forschungsinstitut, das sich auf Verkehr und Mobilität spezialisiert hat. Im Rahmen unserer Projekte betreiben wir sehr viel Bewusstseinsbildung und Motivationsarbeit und ich weiß, wie wichtig es ist, präsent zu sein und die Gesellschaft stets zu informieren.

mfg.

 
Kropa Kropiwnicki: Good luck for all of you

(facebook, 13.7.2012) Good luck for all of you ... sorry to hear on the first place :-(


Mag. Markus Novak: Ich unterstütze die Forderungen ... 

(Mail, 12.7.2012)

Ich unterstütze die Forderungen der AbfallberaterInnen der MA 48. Ich war selbst 4 Jahre als Abfallberater bei der MA 48 tätig. Ich war immer zufrieden mit meiner Situation, weil ich diese Tätigkeit von Anfang an nur als Zwischenschritt betrachtet habe, und weil ich weder verheiratet war noch Kinder hatte, sodass die unregelmäßigen Arbeitszeiten, die variierenden Einkünfte und die geringe soziale Absicherung für mich damals kein Problem waren.

Von Anfang an war mir bewusst, dass diese Art der Arbeitsausübung aus juristischer Sicht eindeutig ein Dienstverhältnis oder zumindest ein Freies Dienstverhältnis sein müsste. Aber in meiner damaligen Situation hab ich diesen Zustand akzeptiert, weil ich diese Arbeit für mich als zeitlich befristet angesehen habe.

Dennoch...
Für einige meiner ehemaligen KollegInnen, die diese wichtige Arbeit für die Wiener Bevölkerung gerne dauerhaft machen wollen, ist diese Art der Beschäftigung - aus verständlichen Gründen - auf Dauer nicht akzeptabel. Wer arbeitet denn schon gern und motiviert in einem prekären Arbeitsverhältnis? Vor allem in einem so bekannten und renommierten Unternehmen mit Tausenden von Mitarbeitern mit korrekt ausgeführten Arbeitsverträgen, fühlt man sich als Werkvertragnehmer oft als Arbeitskraft 3. Klasse, obwohl alle Indizien eindeutig auf ein Dienstverhältnis hinweisen.

Ich finde es sehr schade, dass die Geschäftsführung nicht bereit ist, ihren Arbeitskräften ihre vollkommen vernünftigen und nachvollziehbaren Forderungen zu erfüllen, sodass es zur jetzigen Situation kommen musste.

Ich wünsche meinen ehemaligen KollegInnen alles Gute und viel Erfolg bei der Durchsetzung Ihrer Rechte.

Mag. Markus Novak


Anne Wk: We support your legal battle.

(facebook, 12.7.2012)


Manuel Reichetseder: Ihr habt unsere volle Solidarität!

(facebook, 10.7.2012)

Fritz Hrbek: Solidarität

(Mail, 9.7.2012)

Ich möchter hiermit, meine Solitaritätserklärung abgeben. MFG, Fritz Hrbek

Sandra S.: Es liegt nun in Ihrer Hand, Frau Umweltstadträtin

(Mail, 9.7.2012)

Sehr geehrte Frau Umweltstadträtin Sima,
liebe Kolleg_innen, liebe Freund_innen, liebe alle,

die Stadt Wien rühmt sich seit jeher damit, dass sie eine der "sichersten und saubersten Städte der Welt" ist. Ganz entscheidend dafür sorgt die MA48 (Magistratsabteilung). Wer kennt sie nicht? Die (organge gekleideten) Kollegen, die unseren Mist abholen. Auch die Kolleg_innen von der Straßenreinigung und vom Winterdienst sind uns weitläufig bekannt. Aber hinter der MA48 stehen auch viele weniger sichtbare Kolleginnen und Kollegen, nämlich u. a. die Kolleginnen und Kollegen der Abfallberatung der Stadt Wien. Nichts desto trotz sind sie unentbehrlich für das Umweltbewusstsein der Menschen in Wien. Niemand weiß das besser als Sie, Frau Umweltstadträtin Sima.

Seit vielen Jahren leisten die Abfallberater_innen tagtäglich unverzichtbare Informations- und Aufklärungsarbeit in Wien. Sie agieren als Hauptschnittstelle zwischen den Menschen in Wien und dem städtischen Müllentsorger, der MA48. Welcher Müll gehört in welche Tonne? Wie trenne ich richtig Müll? Wo finde ich die nächste Plastiktonne in meiner Nähe? Wie kann ich möglichst Abfall vermeiden? Wie kann ich zu einem besseren Umweltschutz beitragen? Das sind nur einige der Fragen, bei denen die Kolleg_innen der Abfallberatung Wien mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die Kolleg_innen der Wiener Abfallberatung gehen aber auch in Schulen. Sie sind ständig unterwegs und vor Ort in ihrer Mission für eine saubere Stadt Wien.

Doch ihre Arbeit leisten die Abfallberater_innen auf Basis eines Gewerbescheines, und das obwohl sie organisatorisch in die Strukturen ihres Arbeitgebers (der Stadt Wien) vollständig eingebunden sind. Ohne Zweifel handelt es sich dabei um umgangene Arbeitsverhältnisse. Dennoch haben sich die Verantwortlichen bei der Stadt Wien bislang weder zu einer klaren und verbindlichen Anstellungszusage noch zu einem Gespräch mit der Initiative Abfallberatung durchringen können. Mittlerweile drängt jedoch die Zeit! Denn mit Ende Juli laufen die Werkverträge für alle Abfallberater_innen aus. Eine existenzbedrohende Situation für die Betroffenen und zugleich ein schwerer Rückschlag für die Umweltschutzbelange der Stadt Wien.

Es liegt nun in Ihrer Hand, Frau Umweltstadträtin, das erfolgreiche Konzept der Wiener  Abfallberatung auch in Zukunft fortzuführen. Daher fordere Sie dringend dazu auf, faire und rechtskonforme Dienstverhältnisse für die Wiener AbfallberaterInnen zu schaffen. Nicht zuletzt sind faire und rechtskonforme Arbeitsbedingungen eine der wesentlichen Grundlagen für eine "saubere Stadt".

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen und dem Wunsch nach Ihrer Rückmeldung,
Sandra S.


anarchismus.at: Solidarität mit den Abfallberater*innen der MA48 in Wien

(Blogeintrag, 7.7.2012)

Die Abfallberater*innen der MA48 in Wien organisieren sich und kämpfen für faire und rechtskonforme Arbeitsbedingungen bei der MA48 der Stadt Wien.

Sie leisten seit vielen Jahren tagtäglich unverzichtbare Informations- und Aufklärungsarbeit, sie sind Hauptschnittstelle zwischen der Wiener Bevölkerung und dem städtischen Müllentsorger MA48. Das tun sie auf Basis eines Gewerbescheines. Dabei handelt es sich um umgangene Anstellungsverhältnisse. Nun laufen Ende Juli die Werkverträge für alle AbfallberaterInnen aus – eine existenzbedrohende Situation für die Betroffenen und zugleich ein schwerer Rückschlag für die Umweltschutzbelange unserer Stadt.


Dietlinde Alphart: In unserer Pfarre wurde es verlautbart und es haben viele unterschrieben!

(facebook, 6.7.2012)


Georg Wasteman Baresch: jawoll, wehrt´s euch!

(facebook, 6.7.2012)


Sabine Pfeil: Wie hoch wäre wohl eine Abfertigung für gut 10 Jahre Abfallberatung?

(facebook, 5.7.2012)


Toi Toi Toi! Bedauerlich ist auch, dass alle die jetzt in Mutterschutz sind bzw. noch ihr Baby betreuen auch ihren Arbeitsplatz verlieren, keine Arbeitslose erhalten, nach Ablauf des Kinderbetreungsgeldes keinen Versicherungsanspruch mehr haben und keine Abfertigung bekommen. Wie hoch wäre wohl eine Abfertigung für gut 10 Jahre Abfallberatung? exkl. Kinderbetreuungszeit?


Nicole Kornherr: WienTv Redaktion unterstützt euch in eurem aktuellen arbeitskampf!

(facebook, 4.7.2012) Auch die WienTv Redaktion unterstützt euch in eurem aktuellen arbeitskampf! deshalb seid ihr in den aktuellen wienTVnachrichten.org erwähnt! solidarische grüße - like it share it talk about it > be part of wienTV.org :-)


Lina Marx: Alles Gute! Super Initiative.

(facebook, 4.7.2012)


Rainer H.: ... Stadt Wien mit einem guten Beispiel voran gehen sollte.


(Mail Ulli Sima, 4.7.2012)

Sehr geehrte Frau Sima,

die Abfallberater*innen Wien leisten seit vielen Jahren tagtäglich unverzichtbare Informations- und Aufklärungsarbeit, sie sind Hauptschnittstelle zwischen der Wiener Bevölkerung und dem städtischen Müllentsorger MA48. Das tun sie auf Basis eines Gewerbescheines. Dabei handelt es sich um umgangene Anstellungsverhältnisse. Nun laufen Ende Juli die Werkverträge für alle AbfallberaterInnen aus - eine existenzbedrohende Situation für die Betroffenen und zugleich ein schwerer Rückschlag für die Umweltschutzbelange unserer Stadt.

In diesem Sinne schreibe ich an Sie als Stadträtin für Umwelt mit der Bitte, sich für rechtskonforme Arbeitsbedingungen bei der MA48 einzusetzen und in einem ersten Schritt das Gespräch mit den Betroffenen zu suchen. Denn gehe fest davon aus, dass gerade auch Sie der Meinung sind, dass gerade in bei Anstellungsverhältnissen die Stadt Wien mit einem guten Beispiel voran gehen sollte.

In der Hoffnung in der Sache von Ihnen zu hören und über Ihre diesbezüglichen nächsten Schritte informiert zu werden, verbleibe ich

mit besten Grüßen,
Rainer H.


Alexandra Niederhammer: ich drück euch alle daumen

(facebook, 3.7.2012)

=) sehr mutig! nur den kopf nicht hängen lassen ! seid stolz auf euch! ich drück euch alle daumen, dass eure anliegen gehör und umsetzung finden! und ich wünsch mir, dass viele kollegen den mut aufbringen sich zu wehren !! =) meinen glückwunsch ! =)


Bernhard Kleema: die ach so sozialen Roten...

(facebook, 3.7.2012) die ach so sozialen Roten zeigen ihr wahres gesicht, daher unterstützung für die abfallberaterInnen!!!


Industrial Workers of The World -  Österreich

(wobblies.at, 3.7.2013) Solidarität mit den Abfallberater*innen der MA 48! Unterschreibe die Online-Petition, jetzt! Weiterlesen ....


Michi Be: super initiative!

(facebook, 3.7.2012) super initiative! laßt mit euch nicht umspringen wie mit dem letzten dreck und wehrt euch! viel erfolg wünsch ich!


San Precario: scheinselbständige bei einer magistratsabteilung - das ist echt elendig

(facebook, 3.7.2012) eine unglaubliche sauerei! während in die imagepflege via werbekampagnen mit coolen sprüchen unmengen investiert werden, werden die mitarbeiter*innen wieder einmal ausgebeutet und prekär an der stange gehalten. und das im öffentlichen dienst!?? scheinselbständige bei einer magistratsabteilung - das ist echt elendig. ihr seid spitze! solidarität mit & power den abfallberater*innen!


Klaus Bergmair: Es kann nicht sein, dass die KollegInnen so arbeiten müssen!

(facebook, 3.7.2012) Für die hervorragende Lebensqualität von Wien ist das eine der bedeutendsten Berufsgruppen. Es kann nicht sein, dass die KollegInnen so arbeiten müssen!


Hugo Wolf: ... in einer "sozial"demokratisch regierten stadt DARFs sowas nicht geben!!

(facebook, 3.7.2012) leute, ich steh voll hinter euch... in einer "sozial"demokratisch regierten stadt DARFs sowas nicht geben!!


Fritz Zeilinger: ... eine große Schweinerei

(Mail, 27.6.2012)

Liebe KollegInnen!

Ich habe eure Flugblatt  "Hast du gewusst ...." gelesen und halte das für eine große Schweinerei. Im Angestelltenbereich wäre es möglich, auf ein Dienstverhältnis zu klagen (auch rückwirkend).  Geht eine rechtliche Durchsetzung bei der Gemeinde Wien nicht?

Was nicht angeführt ist - was zahlt die MA 48 pro Stunde auf Basis der Werkverträge?  Ist das einheitlich, oder hat jede/r der 31 seine eigenen Vereinbarungen?

Mit solidarischen Grüßen

Fritz Zeilinger
NEUSTART
Betriebsratsvorsitzender


Schreib uns eine Solidaritätsbotschaft für unseren Blog an: abfallberatung@gmail.com - Danke!

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