UNSER ANLIEGEN


Wir AbfallberaterInnen arbeiten in prekären Dienstverhältnissen für die MA 48.

Wir fordern faire Dienstverträge und fairen Lohn!

Worum es uns geht und warum ausgerechnet jetzt…?!

Die Wiener Abfallberatung besteht seit über 20 Jahren. Wir sind die Hauptschnittstelle zwischen der MA 48 und der Wiener Bevölkerung. Unsere Aufgabe ist es, über richtige Mülltrennung, Recycling und Umweltschutz zu informieren. Unsere Tätigkeiten reichen vom Misttelefon (ca 70.000 Anrufe pro Jahr), über den Mistkasperl hin zu Unterrichtsstunden, Betreuung von Infoständen und Geschirrwaschen bei Veranstaltungen, Führungen von internationalen Fachdelegationen durch die Betriebsstätten der MA 48, usw.

Wir - die Initiative Abfallberatung - sind eine Gruppe von rund 30 AbfallberaterInnen, arbeiten aber nicht in einem Angestelltenverhältnis für die Stadt Wien, sondern mit Gewerbeschein. Die MA 48 lässt uns seit vielen Jahren mittels Werkverträgen als Selbständige arbeiten. Die Verträge, die wir mit der MA 48 haben, entsprechen allerdings nicht einem fairen Arbeitsverhältnis, eigentlich sollten wir alle angestellt sein. Unsere Werkverträge weisen auf eine Umgehung eines regulären Dienstverhältnisses zur Stadt Wien hin - sind wir doch in die Organisation der MA 48 eingebunden - und da wir sie immer wieder befristet bekommen haben könnte es sich sogar um sogenannte „Kettenvertrags-Arbeitsverhältnisse“ handeln. Doch das wird derzeit auch rechtlich überprüft mithilfe und Unterstützung durch unserer Gewerkschaft, der GdG-KMSfB, der wir fast alle geschlossen beigetreten sind und uns organisiert haben.

Durch die Selbständigkeit haben wir sehr viele Nachteile, wie zum Beispiel kein 13. und 14. Monatsgehalt, keine soziale Absicherung im Krankheitsfall oder wenn wir arbeitslos werden sollten. Wir müssen uns von unserem Einkommen selber Kranken- und Pensionsversichern und auch selber davon Steuern zahlen. Wir haben sehr unregelmäßiges Einkommen und manchmal sind wir ziemlich ratlos, wie wir unsere laufenden Rechnungen bezahlen sollen. Andererseits gelten für uns keine Regelungen, wenn es darum geht, uns als ArbeitnehmerInnen zu schützen - so kommt es vor, dass wir manchmal über 100 Stunden pro Woche arbeite oder fast 24 Stunden ohne Pause.

Jahrelang haben wir uns das gefallen lassen, weil wir den Job trotzdem lieben und es als sehr wichtig erachten, der Wiener Bevölkerung (vor allem Kindern und Jugendlichen) erklären zu dürfen, wie Recycling und Umweltschutz funktioniert.

Nun will die MA 48 rund 25 AbfallberaterInnen nur mehr so wenige Stunden im Monat und weiterhin auf Werkvertragsbasis arbeiten lassen, sodass wir dadurch gezwungen würden, "freiwillig" diese Arbeit aufzugeben. Im Juli 2012 haben wir bis jetzt gar keine Aufträge angeboten bekommen. 5 AbfallberaterInnen sollen zu schlechten Bedingungen mit sehr wenig Bezahlung angestellt werden, ohne Anrechnung der Vordienstzeiten und der Ausbildung. 

Rund 30 engagierte Leute stehen nun am Rande des beruflichen Nichts, natürlich wegen der Selbständigkeit auch ohne Arbeitslosenversicherung da! 

Seit ein paar Wochen versuchen wir, mittels Gewerkschaft, Politik und Gesprächen mit der MA 48 zu verhandeln, die Leitung der MA 48 ist allerdings zu keinem Zugeständnis bereit. Sie schlagen uns Einzelgespräche vor, in denen ihre bisherigen Ankündigungen noch mal vorgestellt werden. Wir wünschen uns ein Gruppengespräch, bei dem wir eine gemeinsame Lösung, die niemanden von uns arbeitslos macht, besprechen können. Die MA 48 und das zuständige Stadtratbüro verweigert uns bis dato dieses Gespräch. 

Und deswegen wenden wir uns an Dich!

Wir versuchen mit verschiedenen Aktionen Aufmerksamkeit und Unterstützung zu bekommen. Wir AbfallberaterInnen wollen ein Teil dieser großen Abteilung der Stadt Wien mit über 3500 Bediensteten sein. Aber eben unter gleichberechtigten, fairen Bedingungen! Uns als Gruppe der AbfallberaterInnen wäre es natürlich lieber, gemeinsam mit der Leitung der MA 48 eine zufriedenstellende Lösung zu finden. Vielleicht gelingt das, wenn wir den öffentlichen Druck auf unserer Seite haben ...

Wir fordern für die Wiener AbfallberaterInnen:
- soziale Absicherung
- rechtskonforme Dienstverhältnisse
- faire Entlohnung

Wir brauchen Deine Unterstützung, denn "wir bleiben lieber stehen!"

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Unterstütze unsere Petition an Umweltstadträtin Mag.a Ulli Sima mit Deiner Unterschrift: http://www.petitiononline.at/petition/die-initiative-fuer-faire-rechtskonforme-arbeitsbedingungen-bei-der-ma48/299

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